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In den
Anfangsjahren des Luftreifens waren auf der Fahrbahn verlorene
Hufnägel und andere für den Pneu unverträgliche Gegenstände keine
Seltenheit. Reifenpannen und Radwechsel gehörten zum
Autofahreralltag. Die Autler, so nannte man die Benzinkutscher
damals, achteten sehr darauf, immer ein, besser zwei intakte
Ersatzräder mitzuführen.
Heute sind
Reifenschäden bei Pkw glücklicherweise selten geworden. Erlebt man
aber doch einmal einen „Plattfuß“, ist es sehr ärgerlich, wenn zu
allem Pech hin auch aus dem Reservereifen die Luft raus ist. Viele
Autofahrer nehmen es leider mit der regelmäßigen Kontrolle des
Reifenluftdrucks nicht übermäßig genau. Die Mängelstatistiken der
großen Automobilklubs und der Kraftfahrzeug-Innungen zeigen, dass
vor allem der Reservereifen oft vernachlässigt wird. Deshalb ist es
wichtig, dass Fahrlehrer während der Ausbildung die Aufmerksamkeit
ihrer Schüler auch auf „das fünfte Rad am Wagen“ lenken.
Reserverad einmal im Monat kontrollieren!
Es gehört zur
Ausbildung, Fahrschüler auf die Bedeutung der regelmäßigen,
mindestens einmal im Monat vorzunehmenden Überprüfungen des
Reifenluftdrucks hinzuweisen. Dabei darf natürlich das Reserverad
nicht vergessen werden. Der Ersatzreifen kann gerne mit 0,5 bar mehr
als nach Betriebsanleitung befüllt werden.
Überalterte Reifen sind gefährlich!
Die
Alterungsschutzmittel in der Reifenmischung können ihre Wirkung im
ruhenden Zustand kaum entfalten. Die Folge: Der Reifen wird spröde
und verliert trotz noch ausreichendem Profil, besonders auf nasser
Fahrbahn, deutlich an Haftung und kann sogar platzen. Deshalb müssen
Reifen, die älter als sechs Jahre sind, in der Regel ausgetauscht
werden. Dabei leistet die so genannte DOT-Nummer (siehe Abbildung)
eine wertvolle Hilfe. Die beiden letzten Ziffern zeigen die
Kalenderwoche (KW) und das Jahr der Produktion. Der abgebildete
Reifen wurde demnach in der KW 44 im Jahr 2005 hergestellt.

Jochen Klima |