
Einige
Fahrschulen haben das bei der Mitgliederversammlung im Mai in Ulm
vorgestellte Programm FIT IM VERKEHR, das nur Verbandsfahrschulen zur
Verfügung steht, schon in der Praxis erprobt. Die ersten Erfahrungen sind
positiv. Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele baden-württembergische
Fahrschulen die Möglichkeiten nutzen, sich in der Öffentlichkeit als
Kompetenzzentrum für Fahrsicherheit darzustellen.
Willstätt im September
2006: Der traditionelle Jahrmarkt ist wieder gut besucht. Karussell,
Auto-Scooter und die anderen Fahrgeschäfte sind umlagert, in den Zelten
werden Hunger und Durst wirkungsvoll bekämpft, und auch in der seit 10
Jahren angegliederten Gewerbeschau drängen sich die Besucher. Die
Fahrschule Heinz Künster ist dort, wie bereits seit Jahren, mit einem
Ausstellungsstand präsent. Hier informiert der Kollege über die neue
Aktion FIT IM VERKEHR. In einer stark beachteten Video–Präsentation
zeigt er die Entwicklung der Fahrausbildung im Wandel der Zeit und weist
die Besucher auf aktuelle und auch nicht mehr ganz neue Rechtsänderungen
hin. „Stimmt das wirklich”, will ein etwa 50-jähriger Besucher wissen,
“dass ich an einer Bushaltestelle auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen
muss?“ Ein anderer will ganz genau erklärt haben, warum man am
Kreisverkehr nur beim Ausfahren, nicht aber beim Einfahren blinken muss.
Und eine Mutter will wissen, wann denn in Baden-Württemberg endlich das
Begleitete Fahren eingeführt wird.
Heinz Künster
steht Rede und Antwort
Heinz Künster beantwortet
alle Fragen kompetent und weist die Besucher immer auch auf die Aktion FIT
IM VERKEHR hin. Er hat Informationsblätter vorbereitet, die er
Interessenten in die Hand drückt. Darauf sind die Termine genannt, an
denen er in seiner Fahrschule das von ihm auf 2 x 2 Stunden angesetzte
Fortbildungsseminar FIT IM VERKEHR abhalten wird. Außerdem hat er
eine Anmeldeliste parat, in die sich Interessenten gleich eintragen
können. Nach zwei Tagen Gewerbeschau stehen immerhin fast 30 Namen auf der
Liste. Frage: Werden auch alle kommen?
Donnerstag, 26. Oktober,
Tag der Wahrheit: Für diesen Abend stehen 11 Fortbildungswillige auf
der Liste – die Seminargebühr haben alle überwiesen. Punkt 19.00 Uhr sind
alle anwesend. Teil 2 folgt am Freitag: Der Informationsabend endet nicht
wie geplant um 21 Uhr. Erst nach 22 Uhr verlassen die letzten Teilnehmer
zufrieden und mit den erhofften positiven Rückmeldungen den
Unterrichtsraum. Zwei weitere Seminare bestätigen, dass diese Aktion keine
Eintagsfliege bleiben wird.
Keine
Eintagsfliege
Heinz Künster hatte sich
intensiv auf die neue Zielgruppe vorbereitet. Er zieht für sich zufrieden
Fazit: Mit FIT IM VERKEHR bietet der Verband seinen Mitgliedern
eine ausgezeichnete Serviceleistung. Aber er sagt auch: Wer sich nicht
selbst um Interessenten bemüht, wird keine Seminare auf die Beine stellen.
Der Verband wird alles in
seiner Macht Stehende tun, um FIT IM VERKEHR in die Medien zu
bringen. Ein bisschen Rückenwind von der Landesregierung könnte da helfen.
Baden-Württemberg ist ja in Sachen Verkehrssicherheit schon öfter
Vorreiter gewesen und hat dabei ungewöhnliche, aber erfolgreiche Wege
beschritten. Es wäre jedenfalls schade um das Konzept, wenn es nicht
gelänge, die breite Öffentlichkeit dafür zu interessieren.
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